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Der Begriff Fortschritt | Anmerkungen zum Schluss

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Teaserbild: Foto von Ilja Spesiwtsew, Kaliningrad, Russland: Asyl für Stalin. "Letztes Asyl des „Vaters aller Völker“ und Führers der gesamten fortschrittlichen Menschheit: Stalin"
Teaserbild: Foto von Ilja Spesiwtsew, Kaliningrad, Russland: Asyl für Stalin. 'Letztes Asyl des „Vaters aller Völker“ und Führers der gesamten fortschrittlichen Menschheit: Stalin'
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Nota Bene

Abschließende Betrachtungen der Veranstalter

Initiale: D

as Fortschrittsprojekt war für GIZ und Goethe-Institut in vielerlei Hinsicht ein Experiment. Sich mit dem Begriff „Fortschritt“ zu befassen bedeutet, sehr bald selbst in seinen Bann gezogen zu werden und sicheres Terrain zu verlassen. So begleiteten viele - teilweise kontroverse - Diskussionen die Vorbereitung und Steuerung des Projekts. Das Projekt war ein Lernprozess, in dessen Verlauf Konzept und Ausführung immer wieder neu angepasst werden mussten. Es dauerte nicht lang, da änderte sich auch unsere Perspektive auf den Begriff Fortschritt und unser Standpunkt innerhalb des Gesamtprojekts: müssen wir, die wir die weltweite Diskussion über Fortschritt anstoßen, uns nicht genauso befragen lassen? Bekommen wir eine international geführte, gleichberechtigte und ausbalancierte Debatte, wenn wir sie nicht auch nach innen richten und im eigenen Land initiieren?

Diesen Spiegel bekamen wir von den Teilnehmern der Konferenz in Kalkutta vorgehalten. Ursprünglich waren nur regionale Treffen im Ausland vorgesehen. Aber wir mussten uns eingestehen, dass wir das Projekt im Ungleichgewicht konzipiert hatten - und entschieden uns, auch in Deutschland eine Fortschrittskonferenz durchzuführen.

Dieses Beispiel mag stellvertretend für die Erkenntnisse stehen, die erst in der Zusammenarbeit und im Austausch mit neuen Partnern weltweit gemacht werden konnten. Sie prägten das Projekt, gaben ihm eine sehr persönliche und intuitive, aber auch eine ausgesprochen dynamische Note. Wir möchten uns daher bei allen Beteiligten für ihr außergewöhnliches Engagement und die Offenheit bedanken, mit der sie uns begegnet sind. Wir wissen, dass ein solch großer persönlicher Einsatz, wie wir ihn erfahren haben, alles andere als selbstverständlich ist.

Einige Anmerkungen zum Schluss

Initiale: D

as Projekt „Der Begriff Fortschritt in unterschiedlichen Kulturen“ fand 2004 statt. Die Ergebnisse sind, wie wir glauben, nach wie vor aktuell, die Wirkungen des Projekts halten bis heute an. Gleichwohl haben Veränderungen stattgefunden: So leben und arbeiten die Beteiligten heute zum großen Teil andernorts oder in neuen Zuständigkeiten. Auch politische Rahmenbedingungen sind anders als im Projektjahr. Dennoch haben wir davon abgesehen, diese Seiten entsprechend anzupassen. Alle Informationen sind daher mit Stand von 2004.

Bei den Texten wurden Konjunktivformen zugunsten der besseren Lesbarkeit in den Indikativ übertragen. In den Zusammenfassungen der Konferenzergebnisse haben wir den Fokus nicht auf die kontroversen Meinungen gelegt, die die Diskussion überall begleiteten. Statt einzelne Stimmen namentlich hervorzuheben, möchten wir aufzeigen, wo die wichtigsten Diskussionslinien lagen, wo es Kontroversen gab und wo Konsens bestand. Diese Résumés spiegeln daher zwar nicht detailgenau die Standpunkte aller Teilnehmer wider, erleichtern aber den Überblick und ermöglichen einen ersten Vergleich. Für all diejenigen, die sich tiefer in die Thematik einarbeiten möchten, bieten wir alle einzelnen Statements zum Download an.